Unser Fahrzeug

Bushbaby wird geplant

Der Standard für unsere Reisen im südlichen Afrika, die unsere Vorstellungen geprägt haben, waren ein weisser 4x4 Hilux mit Dachzelt, Kühlschrank, Tisch und Stühlen, einem Chaos im Innern, welches teilweise von Schubladen, Bananenkisten und Aufhängeinstallationen etwas strukturiert wurde und unbeschränktem Raum im Freien. Naja, zumindest ab der Dämmerung oft beschränkt auf die engste Umgebung, den Rücken zum Auto, um vor Raubkatzen oder anderen Durchzügern Schutz zu finden. 

Unser Auto soll das Beste von allem erhalten. Doch was genau bedeutet das? Wir ackern uns durch Zeitschriften und durch einschlägige Artikel im Netz, durchforsten unsere Erinnerungen an Fahrzeuge, die uns auf wilden Plätzen begegnet sind und uns fasziniert oder begeistert haben. Was wollen wir, was nicht? Dies soll uns die "Abenteuer Allrad", grösste Offroadmesse der Welt in Bad Kissingen/Deutschland, noch genauer zeigen. Wie kleine Kinder freuen wir uns auf den Ausflug, der vier Tage dauern und uns in ein neues Daheim führen soll. Die Messe ist das eine, das riesige Camp das eine. HIer treffen sich die Freaks, es scheint ein Sehen und Gesehen werden der exotischsten Offroader zu sein. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus und sehen, dass wir hier auch ganz kurzfristig ein Fahrzeug kaufen könnten... 

Auf dem riesigen Ausstellungsgelände arbeiten wir uns nach dem Ausschlussprinzip vor: eine Lastwagenprüfung machen soll keine Vorbedingung sein. Eine getrennte Kabine, die man nur von aussen erreichen kann, wollen wir nicht. Schliesslich wird das bestätigt, was wir eigentlich schon längst wissen. Ein Toyota Landcruiser der 70er Serie - möglichst mechanisch, so dass auch in der hintersten Ecke von Afrika Ersatzteile und Wissen für eine Reparatur vorhanden sind - soll es sein, am liebsten Diesel. Die Kabine, natürlich mit Dachzelt, auf dem Gestell befestigt und vom Fahrraum her zugänglich. 

Die Informationen, die wir zur Einfuhr erhalten, zeigen bereits, dass wir uns auf einen steinigen Weg begeben, beziehungsweise unsere Pläne schon anpassen müssen, bevor sie konkret sind. Euro 6 ist so kompliziert, dass man die Vorteile der Mechanik vergessen kann. Also entscheiden wir uns für einen Benziner. 

Längst daheim, nach vielen Gesprächen und dem Lesen aller verfügbaren Unterlagen entscheiden wir uns, einen Schweizer Autobauer zu berücksichtigen. Qualität geht vor, man ehre einheimisches Schaffen. Die Offerte lässt allerdings keine genauen Schlüsse zu, erhält nicht die gewünschten Angaben, dafür einen hohen Rabatt, von dem wir nicht ahnen können, wodurch er entsteht. Unsere Klärungsversuche führen nur zu noch mehr Verwirrung, so dass diese Sackgasse verlassen wird. Nun besuchen einen Fahrzeugbauer in Deutschland, der uns schon in Bad Kissingen gefallen hat. Die Möglichkeiten begeistern uns, wir fühlen uns verstanden und freuen uns - leider viel zu lang für unsere Ungeduld - auf die innert vierzehn Tagen versprochene detaillierte Offerte. Drei Wochen sind unterdessen verstrichen und in zwei Wochen wind wir in Costa Rica, Davor wollten wir das Auto bestellt haben...

  • Facebook
  • Instagram

© 2019 by  Bushbaby.info