Alles ist organisiert, Wohnung, Katzen und Pango werden von Ruth liebevoll gehütet, wir machen uns zum ersten Mal richtig mit Bushbaby auf die Fahrt. Der Sonne nach und in der Nähe, so setzen wir uns die Ziele. Die Nähe dehnt sich schliesslich weiter aus, als gedacht.

Begleitet uns auf der Reise durch verschiedene Länder und Stationen...

23. August bis 13. September 2020

Es ist Herzensheimat, das kleine Melchtal in Obwalden. Auf der Alp Seefeld ist es zu kalt, so klettert Bushbaby zuhinterst im Tal auf die andere Seite. Die Alpen sind verlassen, wir richten uns nahe der Kapelle ein. Drei Nächte bleiben wir hier, wo die Glocken der Rinder und das Bellen des Fuchses die einzigen Geräusche sind in der Nacht. Die Tage verbringen wir mit Pilzsammeln und wandern. Die grosse Tour führt uns ins Sonnentage, am Horn vorbei, zum Gibel und nach Käserstatt.  Kurz vorher verlässt eine Sohle Manfreds Wanderschuh. Übers Fruttli führt der Weg, nun mit beiden Schuhen ohne Sohle. Trotzdem erreichen wir gesund die Rainhütten und obwohl sich die Strasse nach Chrummelbach lange zieht, kommen wir glücklich an.Wir sehen Gämsen, Bartgeier und den Adler, Schwarz- und Grünspecht lachen mit uns, genau wie die Sonne.

Die Blumen- und Pilzfülle ist beeindruckend und wir erholen uns schnell und gut, probieren im und am Bushbaby alles aus und geniessen einfach Ruhe und Musse. 

3 Nächte

Kleines Melchtal

Vom Rohrboden oberhalb von Jaun haben wir schon letztes Jahr die Mönchsgeier beobachtet.

 

Heute ist es uns hier zu windig und die Kühe beanspruchen zu viel Platz um Dartos draussen schlafen zu lassen. Ganz in der Nähe finden wir trotzdem ein gemütliches Eckchen für eine Nacht, bevor wir auch hier von den Kühen verdrängt werden.

 

Glücklicherweise finden wir bei der Alp Gambach ein neues Plätzchen ohne Rindvieh dafür mit Ausblick und Brunnen. Spaziergänge und eine grossartige Wanderung, immer mit Blick auf die Gastlosen, eine einzigartige Felsformation.

In der Alp Pfyffenegg kaufen wir frische Mutschli (Alpkäse).

Langweilig wird uns definitiv nicht, es ist einfach herrlich so draussen leben zu können.

3 Nächte

Am Jaunpass

Starkregen und Überschwemmungen sagt die Wetterprognose voraus. Was nun? Wir wollen doch Sonne und Wärme, nicht schlottern und nass werden.

Im nordwestlichen Zipfel der Schweiz gibt es am wenigsten Niederschlag, also nichts wie dorthin. Die Fahrt durch die Freiburger Berge, entlang dem Genfersee und in die Region des Lac du Joux ist wunderschön, noch scheint die Sonne. Zufällig fahren wir auf einen Picknickplatz mit Waldhütte auf dem Hügel oberhalb Vaulion, Waadt. Niemand sonst will heute grillieren, so kochen wir hier im nun strömenden Regen unser Nachtessen bevor wir unters Dach und die Decken kriechen. Dartos darf in der Hütte übernachten, direkt vor unserem Fenster. Am Morgen begleitet uns die Sonne auf der Fahrt durchs Wallis, die Steigung zum Grand St. Bernard hinauf und auch auf der anderen Seite des Tunnels, im Aostatal. Wir entfliehen dem Regen ins Piemont.

1 Nacht

Vaulion

Ein winziges Dorf hingeklebt zuoberst auf den Hügeln des Piemonts. Vor Jahren zufällig kennen gelernt und uns verliebt. In das grossartige Essen im kleinen Restaurant "Posta", wo ein traditionelles lokales Sechsgangmenu serviert wird. Und ins Rundherum, alles perfekt.

Der kleine Stellplatz gehört uns allein, Strom und die Toilette sind vorhanden, brauchen wir aber nicht.

Wir wandern zu den Türmen der umliegenden Dörfchen, durch Kastanienwälder, Haselhaine, wo reife Nüsse den Boden bedecken und durch die Reben mit fast pflückreifen Trauben. Wärme, Stille, Sonne, Wein und gutes Essen. 

 

Italien heisst uns mit seiner warmen Atmosphäre willkommen und wir bleiben drei Nächte in aller Ruhe hier stehen.

3 Nächte

Olmo Gentile

Weit ist es nicht bis zum Meer und dieses zieht einfach magisch an. Wir haben gehört, es habe kaum Touristen in Italien. Das war vielleicht anfangs Juli so, nun, im August scheinen alle Italiener hier an der ligurischen Küste Urlaub zu machen. Die Parkplätze entlang der Strasse und in den Dörfern sind alle besetzt. Die coronagerecht ausgezeichneten Strandparzellen mit Liegestühlen und Sonnenschirmen stehen in Reih und Glied. Für uns keine Anziehungspunkte. Wir fliehen von Finale Ligure in Richtung der plötzlich ansteigenden Berge, da wir uns keine Nacht auf einem vollgepackten Campingplatz vorstellen können. Unsere Strasse führt uns bei San Filippo Kurve um Kurve in die Höhe, bis die sie schliesslich abrupt durch eine Baustelle gesperrt ist. Der perfekte Platz für die Nacht. Nur einige Velofahren verirren sich am Abend noch hierhin, sonst ist es, abgesehen von einigen bellenden Hunden und krähenden Hähnen still hier inmitten von Klüften und Wäldern.

1 Nacht

Ligurische Küste

Wir queren Italien mit Ziel Podelta - wir möchten Flamingos und Zugvögel beobachten.

Die erste Nacht verbringen wir auf einem Feld am Oglio, kurz vor dem Zusammenfluss mit dem Po. Ganz in der Nähe geniessen wir einen Morgenkaffee und die Wirtin des Restaurants Terrazze sul Po verwöhnt uns dermassen, dass wir für das Nachtessen reservieren und nach einem Besuch des wunderschönen Städtchens Mantova hierhin zurückkommen. Das Nachtessen ist ein gastronomisches Highlight gepaart mit besten Getränken -  wir können ja auf dem Parkplatz übernachten.

Kulturschock in Comacchio: der Campingplatz Mare e pineta ist riesig und laut. Dafür sind die Natur und das Städtchen mit Kanälen und herrlicher Architektur grossartig.

Die letzte Nacht verbringen wir ganz Nah am Meer in einem Wäldchen vor einem "Geisterrestaurant". Beim Morgen verzaubert der Nebel den Sonnenaufgang, mystisch wie der venezianische Karneval.

5 Nächte

Region Po

Den Regentag nutzen wir zur Rückfahrt. Der Adige entlang durchs Trentino mit seinen Burgen nähern wir uns dem Münstertal. Wir finden keinen schönen wilden Platz, so quartieren wir uns im Pè da Munt ein. Nun erkunden wir das Münstertal zu Fuss. Höhepunkt bildet die siebenstündige Wanderung von der Alp Buffalo  die wir mit dem Postauto erreichen, durchs Val Mora zurück zum Bushbaby. Streng aber einmalig schön.

In Samnaun haben wir mit Gert abgemacht und können nach dem Nachtessen direkt neben dem Hotel schlafen. Auf der Fahrt durchs schöne, herbstliche Vinschgau machen wir eine ausgiebige Lese- und Spazierpause. In Samnaun füllen wir alle Tanks zum zollfreien Spottpreis.

Traditionsgemäss besuchen wir kurz den Reithof San Jon oberhalb von Scuol, doch hier ist zu viel Betrieb für uns und wir fahren weiter. Beim SLI kurz vor Davos finden wir wie einige andere einen perfekten Standplatz für die letzte Nacht. 

So viel erlebt und noch viel mehr genossen, die drei Wochen waren wie immer zu kurz und schmeckten nach Mehr.

5 Nächte

Graubünden

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Alp Gambach