• Maya von Dach

Hier, dort, fort


Mitte November und schon lange kein Blog mehr. Das Leben lebt uns so intensiv, schnell und die Technik fordert mich so heraus, dass ich es einfach noch nicht geschafft habe! Bereits sind Sonnenauf- und Untergänge Geschichte und die vielen wunderschönen Erlebnisse der Frühherbstreise werden zu Erinnerungen.

Eigentlich meinten wir, oberhalb von Dubrovnik würde unsere siebenwöchige Bushbaby-Testreise am Wendepunkt anlangen. Doch da hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht: die Begegnung mit Carola und Johannes vom knallroten umgebauten Feuerwehrauto liess so viel Begeisterung über Montenegro spüren, dass wir dies auch sehen wollten...

Das Zauberwort hiess Durmitor Nationalpark, doch wir berauchten drei Anläufe, um dort anzukommen. Die Wetterprognose mit Temperaturen um die Nullgradgrenze im Gebirge liess uns Schlaufen drehen - die sich überaus lohnten! Der riesige Skadarsee und seine bergige Umgebung sowie die Meeresküste nahe der albanischen Grenze sind wunderschön!

Schliesslich schaffen wir es ins Eagles Nest im Durmitor und stehen direkt an der Kante in die Schlucht. Kreuz und quer erkunden wir die wunderschöne, rauhe Berggegend, die an die schweizer Heimat erinnert und doch ganz anders ist. Karst, Schluchten, wilde Weiten, Schafe, Kühe, Pferde - aber ausser sehr wenigen Raubvögeln keine wilden Tiere.

Das Wetter wird herbstlich kalt und wir fliehen zurück ans Meer. Kotor und die Halbinsel sind uns zu touristisch belebt und wir suchen ruhigere Plätzchen, die wir immer wieder finden. Auf dem nördlichsten Zipfel der Insel Korcula übersteht Bushbaby seinen ultimativen 28-Stunden- Dauerstarkregen-Test und wir proben das Leben im Innern. Kein Problem!

Schliesslich durchfahren wir das von Wind und schneeigem Regen gepeitschte Hochland und stranden in Istrien. Nach ein paar Tagen an der Ostküste lassen wir uns für fast eine ganze Woche am Golf von Venedig, in Savudrija nieder. Wir haben schon viel gearbeitet auf dieser Reise, doch mein (Mayas) online-Kurs über Artenschutz durch Entwicklungsarbeit in Afrika und die Neugestaltung von Manfreds Website (ww.manfredsuter.com) brauchen nach wie vor viel Zeit, die wir hier, wild direkt am Meer stehend, gern einsetzen.


So lang sieben Wochen scheinen, auch sie gehen vorbei. Im dichten Frechtverkehr fahren wir in Richtung Venedig, dann nach Norden. Nördlich von Mailand finden wir ein ruhiges Plätzchen für eine Nacht, bevor wir einmal daheim in unseren Betten schlafen, müde vom Reisen, Aus- und Einräumen und Bushbabyputzen.

Bereits sind wir wieder auf Achse! So glücklich wir mit dem und im Bushbaby sind, mit der Energieversorgung sind wir noch nicht zufrieden, vermag doch unsere Batterie die hohen Ansprüche - der grosse Kühlschrank und die Computer, an denen wir arbeiten verbrauchen einiges - nicht zu erfüllen, wenn wir länger stehen. In Schwenningen wird von Extrem Fahrzeuge nun eine Lithiumbatterie eingebaut und unser Moskitozelt wird in besserer Qualität geklont. Ein Abstecher nach Bad Kissingen an die 'Abenteuer Allrad' rundet unsere Urlaubswochen ab.


Die Arbeit hat uns für kurze Zeit wieder und wir freuen uns darüber.. Doch zwei Wochen dpäter ist Manfred bereits wieder für zwei Wochen in Südafrika auf Fotoreise, ich dagegen geniesse den bunten Herbst und plane das nächste Blogkapitel: Drei Monate Freiwilligenarbeit in Botswana, den letzten davon zusammen mit Manfred -aber ohne Bushbaby.





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